Wer ist unfairer – das Leben oder der Tod?
Schon wieder ist ein Freund meiner Töchter gestorben… 22 Jahre alt. Durch ihre eigenen Behinderungen bedingt leben sie ja mit vielen ebenso behinderten jungen Menschen zusammen beziehungsweise haben ihre Sozialkontakte vorwiegend in diesem Umfeld. Und da es einige Behinderungen gibt, die den Betroffenen nicht allzu alt werden lassen, verlieren meine Mädels sehr oft Freunde, für die es einfach noch nicht an der Zeit war, zu sterben… Aber wann ist “an der Zeit”? Sicher ist es dann soweit, wenn es einfach so ist, aber ich finde es so unfair! Zum Einen muss der behinderte Mensch schon mit seiner Krankheit und der sozialen Ausgrenzung leben, zum Anderen bekommt er dafür auch noch “nur die Hälfte eines Lebens”…
Etwa einmal im Jahr (ein grauenhafter “Durchschnitt”) stirbt einer der Freunde meiner Mädels – und jedes Mal bin ich hilflos, unfähig zu helfen im wahrsten Sinne des Wortes. Den Tod einer Oma, eines Opa kann man ja noch “sinnvoll” erklären…
Und wie kann ich meine Töchter trösten, wie kann man den Sinn des Todes eines so jungen Menschen erklären??? Das kann man nicht, ich weiss – es bleibt unfair für den, der stirbt und für den, der zurück bleibt und trauert und vermisst und nicht versteht.
Tröste Sie, hör Ihr zu, gib Ihr halt!
Was will man denn sonst machen?
Ich wünsche Dir viel Kraft!
Drücke Dich, Du machst das schon gut, ich kenn Dich!
LG Elke
Gib Ihnen Kraft, Stärke und Vertrauen! Wie Elke schon sagt, steh ihnen bei und sprich mit ihnen.
Ein Mensch ist wirklich erst tot wenn man ihn in seinem Herzen vergessen hat. Solange ein Mensch im Herzen ist lebt er weiter mit einem.
Viele liebe Grüsse
Dani
Du gibst ihnen mehr als dir bewusst wird, auch wenn du meinst, es wäre wenig!
Dein Dasein, mit ihnen zu fühlen und zu reden gibt ihnen Kraft, auch wenn es dir nicht so erscheint.
Es ist nun mal sehr betrüblich für eine Mutter, einen Vater, Eltern, den Kindern oft nur wenig Hilfe geben zu können. Vor allem, wenn sich das jedes Jahr wiederholt und man selbst auch Hilfe bräuchte.
Ich empfinde es als sehr bewegend bei dir, dass du dir dessen immer wieder bewusst wirst und es nicht im Alltag untergehen lässt.
Wünsche dir alle Kraft dieser Welt, um für deine Kinder und Freunde weiter SO dazusein!
Ganz lieben Gruss
Hein